Convegno am 03. Februar im Centro Culturale

Am Samstag den 03.Februar 2018 findet im Centro Culturale in der Via C. Battisti 14 a in Dro ein zukunftsweisender Convegno statt.

Dort versammeln sich bekannte Klettergrößen und Bergsteiger wie Heinz Grill, der Bergführer Ivo Rabanser, Marco Furlani. Desweiteren der Senator Vittorio Fravezzi, Stefano Pisoni, Roberto Bombarda und Paolo Malfer.

Moderiert wird dieses Treffen von Giorgio Daidola. Mit Vorträgen und Zukunftsvisionen im und um das Sarcatal.

Nachdem beim letzten Convegno im Oktober 2017 ausführlich Sicherheitsfragen erörtert wurden, ist es denkbar, dass erneut Fragen zur Sicherheit weiterbewegt werden. Eventuelle weitere Ausführungen wären sicher für alle Leser in diesem Blog von Interesse.  Wie schon im Beitrag vom November erwähnt, lässt mich der Gedanke der förderlichen Zusammenarbeit unter Kletterern nicht mehr los. Wie kann diese gegenseitige wahrnehmende Haltung im Sinne eines aufeinanderschauens, ob am Berg oder im Tal und die damit verbundene Steigerung der Sicherheit und Unfallverhütung weitreichend oder umfassend gedacht werden? Vielleicht wird diese Frage auch bei diesem Convegno weiter konkretisiert.

Da es mir leider nicht möglich ist daran teilzunehmen, würde ich mich freuen, wenn interessierte Teilnehmer von dieser Veranstaltung auf diesem Blog berichten könnten.

Hier findet sich der Link zu der Veranstaltung.

http://www.klettern-sarcatal.com/index_htm_files/convegno-bozza.pdf

Herzlichst Bernd

3 Kommentare zu „Convegno am 03. Februar im Centro Culturale

  1. Eine erstaunliche Tagung fand in Dro am Samstag den 3.Februar statt. Das Thema lautete:„ Das Sarcatal und seine zukünftige Vision“. Das Ziel dieser Tagung sollte zu einem verkehrsberuhigenden und sogar verkehrsfreien Tal führen. Einige Hundert Personen waren anwesend. Als Referent im Stadtsaal waren Prof. Dr. Giorgio Daidola, (ein Experte für nachhaltigen Tourismus), Heinz Grill (Buchautor), er war als der führende Ideengeber für ein gift- und verkehrsfreies Sarcatal wortgebend, Ivo Rabanser und Marco Furlani, (beide Buchautoren und Bergführer). Sie führten die Geschichte des Bergsteigens und ihre Entwicklung im Sarcatal mit einem Film vor. Stefano Pisoni, (bekannt durch seine biologischen Weine), erörterte die Notwendigkeit der Erhaltung eines gesunden Bodens. Die Agrikultur bildet die Basis für die Nachhaltigkeit aller weiteren sozialen und touristischen Strukturen. Dr. Roberto Bombarda (neben Gogna) führte aus, dass es ein Zugprojekt im Valle del Sarca geben sollte und die verschiedenen Täler miteinander verbinden könnte. Vittorio Fravezzi, der Bürgermeister und Senator von Rom sprach über die administrativen Blockaden, die einem gesunden Projekt entgegenstehen. Als letzter Redner fasste Alessandro Gogna, (Autor und hochengagierter Bergsteiger), verschiedene Punkte zu Outdoor – Aktivitäten und deren Nachhaltigkeit zusammen. Die Idee eines Sarca-Tales, ohne Umweltbelastungen und Verkehrsschlangen, stieß überwiegend auf Begeisterung. Nur wenige sprachen sich gegen diese Idee aus. Für den Touristen, der in das Sarcatal fahren möchte, sollte ein wirkliches licht- und sonnenreiches Tal mit besonders gesunden Voraussetzungen entstehen. Heinz Grill und Marco Furlani nannten dieses Tal das „Tal der Sonne“, das „Tal des Lichtes“. Diese Benennung konnte sich über die Jahre hinweg bei der Bevölkerung durchsetzen. Ich finde die Idee begeisternd und möchte sie unterstützen. Brauchen wir nicht dringendst Urlaub in weniger belasteten Gegenden? Bergsteigen, Baden und Entspannen können in einer ruhigen Zone zur besten Erholung führen. Wie geht es Ihnen mit dieser Idee? Das Auto bleibt zu Hause und genügend Verkehrsstrukturen mit kleinen umweltfreundlichen Bussen entlasten die Straßen. Überall können die Busse hinfahren und man muss selbst nicht einmal mehr Autofahren. Schreiben Sie doch, wenn Sie die Idee gut finden.
    Grüße Marika Mandala


    Von links nach rechts: Giorgio Daidola, Heinz Grill, Stefano Pisoni, Marco
    Furlani, Roberto Bombarda, Ivo Rabbanser, Senatore Fravezzi, Alessandro Gogna

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    1. Herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht von der Tagung in Dro. Das Treffen hatte ja nun doch nicht direkt Sicherheitsfragen zum Thema wie von mir angenommen. Die Idee eines autofreien Sarcatales finde ich auf jeden Fall fast schon spektakulär. So etwas kenne ich eigentlich nur von diesen fünf italienischen Orten in der Cinque Terre, in denen auch kein Auto erlaubt ist. Die Vorstellung ohne Auto unterwegs sein zu müssen und trotzdem mobil zu sein und an die Kletterfelsen zu kommen, ja vielleicht sogar näher als mit dem Auto, das wage ich kaum zu denken, das wäre ein Traum.
      Jetzt möchte ich aber diesbezüglich doch auf das Sicherheitsthema zurückkommen. Bezugnehmend auf die Tagung vom November letzten Jahres, indem es um das Aufeinander schauen und Wahrnehmen des anderen ging. Die Nervenbelastungen in unserer heutigen Zeit sind ja an sich schon hoch. So findet sich beim Klettern die, ich möchte schon sagen fast Paradoxie, dass der Bergsteiger auf der einen Seite die Auseinandersetzung mit dem Berg und dem Fels, die Idee einer Linie, die Bewegung, die kraftvolle und elegante Umsetzung derselben sucht, auf der anderen Seite aber auch um zumindest eine gewisse nervliche Anforderung nicht herumkommt und diese aber auch nicht missen möchte. Ein Unterschied ist es aber schon, ob ich mir eine selbstgewählte (auch nervliche) Anforderung suche oder von außen, sozusagen ohne Mitspracherecht, durch z.B. Verkehrslärm „genervt“ und Luftverschmutzung beeinträchtigt werde.
      Die Wahrnehmungsfähigkeit ist weniger beeinträchtigt und somit erhöht sich auch die Sicherheit beim Klettern selber. Sei es was die Sicherungstechnik anbelangt, sei es auf den Kletterpartner zu achten oder in vielleicht schwierigen Passagen ruhig zu bleiben. Daher wäre ein autofreies Sarcatal geradezu revolutionär und bei erfolgreicher Umsetzung sicherlich Vorbild für viele andere Regionen. Ich freue mich auf jeden Fall über viele weitere Kommentare und bin gespannt, was ihr von den Ideen die bei den Convegno`s bisher bewegt wurden haltet.
      Herzlichst Bernd

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    2. Als langjährige Besucherin des Sarca-Tales freu ich mich sehrm, von dieser Tagung zu lesen und ich kann ich diese Bestrebungen nur befürworten.
      Neben dem Autoverkehr empfinde ich auch die Geruchs- und Gesundheitsbeeinträchtigung durch die vielen „Spritzmittel“, welche in den Wein- und Obstanlagen ausgebracht werden, sehr störend.
      Wenn meine Aufenthalte nicht beruflich bedingt wären, würde ich es vorziehen, trotz der landschaftlichen Schönheit und der Freundlichkeit der Menschen vor Ort, mich dort nicht aufhalten zu müssen.
      Die fehlende Bahnanbindung des Tales hat mich bisher immer noch davon abgehalten, mit öffentlichen Verkehrsmittelns anzureisen, obwohl ich dieses grundsätzlich aus ökologischen und persönlichen Gründen bevorzugen würde.
      Ich wünsche den Bewohnenr des Tales, dass die Ideen der Tagung weiterbewegt, weitergedacht und konkretisiert werden – damit die Vorstellung eines gesunden, florierenden Tales zum Wohle der Natur, der Bewohner und der erholungssuchenden Menschen eines Tages Wirklichkeit wird…..
      Mit meinen besten Wünschen und Gedanken
      H. Zeller

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