Heinz Grill verhaftet

Nach den schweren Anschuldigungen in dem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 13./14. April muss Heinz Grill wohl in Untersuchungshaft gebracht worden sein. Die Gerüchteküche jedenfalls brodelt gewaltig.

Die Anklage lautet auf: „Anstiftung zum Doppelmord“, „Missbrauch des Staatssystems sowie des Justizsystems“, gnadenlose Verfolgung (bis hin zu Mordaufträgen) von Kritikern und „brandgefährlicher Sektenführer“.

Auf solche schweren Verbrechen werden hohe Haftstrafen ausgesprochen. Die Untersuchungshaft wird wohl Licht in das Dunkel bringen. Soweit ich das dem Artikel entnehmen konnte, haben sich die Journalisten ausschließlich auf die Aussagen der Familie Bornschein und derer, die mit ihnen zusammenarbeiten bezogen.

Hiermit wird wohl auch das Ende weiterer schöner Touren im Sarcatal eingeleitet sein……..

Bernd

Via delle Cariti

„Via delle Cariti“
Eine im Januar 2019 neu entstandene Route von Heinz Grill. Der Routeneinstieg befindet sich kurz vor der Aphrodite, wenn man von der Pizzeria Lanterna kommend Richtung Norden geht. Die letzte Seillänge vereint sich bis zum Ausstieg mit der „Aphrodite“.
Nachdem mich die Sicherheitsaspekte in einer Route besonders interessieren, will ich gleich einmal damit anfangen.
Die Standplätze sind alle mit Ringhaken ausgestattet. Zwischensicherungen gibt es mit insgesamt 18 Bohrhaken, 3 Haken und 14 Sanduhrschlingen mehr wie ausreichend. Bei Bedarf kann sie mit eigenen mobilen Sicherungsmitteln zusätzlich abgesichert werden. Sanduhrschlingen zum selber fädeln, wie empfohlen, sind jedoch nicht nach meinem Geschmack. Aber das muss jeder selbst entscheiden (auch ich habe dazugelernt!).
Am Einstieg kann auf einem Holzschemel der Schuhwechsel angenehm vorgenommen werden.
Die Kletterei bewegt sich auf Platten, in Rissen und an der Wand. Der Einstieg in den Faustriss am Beginn der dritten Seillänge erfordert etwas kräftigeren Einsatz.
Die Route ist vorbildlich geputzt und entsprechend sauber. Da macht das Klettern wirklich Freude.                         Hier noch einige Bilder:

http://www.klettern-sarcatal.com/cariti.htm

Wer die Tour kennt und davon berichten möchte den lade ich herzlich ein, einen Kommentar zu schreiben.

Mit besten Grüßen
Bernd

Der Bergsteiger – eine Gefahr für das Staatssystem?

Wie steht der Staat eigentlich dem Bergsteiger gegenüber? Will der Staat überhaupt Bergsteiger? Oder sieht er ihn als Gefahr, da ein Bergsteiger ein Individualist ist. Diese Frage stellte kürzlich ein italienischer Bergsteiger. Ein Bergsteiger jedenfalls lässt sich nicht beeinflußen.
Wie sieht es derzeit im deutschen Staat aus? Wie verträgt sich das Freiheitsideal des Bergsteigers und Kletterers mit den Drangsalen und Eingriffen in die Freiheit durch Staat und Kirche? Durch die Manipulation und Beeinflussung der Müncher Familie Bornschein sowie einer Marianne Buchmann, einer feurigen Unterstützerin derselben, wurde ich zu einem Gespräch bei dem katholischen Sektenreferenten Axel Seegers veranlasst, da dieser eng mit diesen Personen zusammenarbeitet. Dieser sprach aus, dass es sich bei Heinz Grill um einen äußerst gefährlichen Soziopathen und sogar Psychopathen handelt, der deshalb so gefährlich sei, da er in seine Klettertouren Ideen hineinlegen würde. Diese Ideen seien gefährlich, denn sie manipuliere die Menschen bzw. Kletterer.
Bergsteiger lassen sich aber nicht beeinflussen! Sie sind Individualisten. Wenn sie in eine Klettertour einsteigen wollen, dann steigen sie ein. Sie bestimmen selbst, welche Touren sie gehen. Keiner wird sie in bestimmte Routen zwingen können. Sie sind ausgeprägt freiheitsliebend und Freidenker.
Ich habe mich leider von der Fam. Bornschein, Buchmann und Sektenreferent Axel Seegers einspannen und instrumentalisieren lassen und bin deren Ideologie verfallen. Dies bereue ich zutiefst.
Wie steht aber nun der Staat diesen Individualisten gegenüber. Sind diese nicht gefährlich für die heutige Art des Staats – oder besser gesagt Kirchensystems? Müssen diese deshalb nicht sogar bekämpft werden? Wie steht diese Frage im Zusammenhang mit dem Geschehen in der Müncher Justiz um den Fall Bornschein? Gründet sich darauf evtl. auch der hetzerische Artikel in der SZ über Heinz Grill?
Ich lade sie ein zu einem lebendigen Austausch über dieses existenzielle Thema ein und freue mich über eine rege Beteiligung…..
Mit besten Grüßen
Bernd

„Zivilcourage“ im Bergbund Rosenheim

Ein Kletterfreund, der selbst Mitglied in der Sektion ist, erhielt vor wenigen Tagen einen Brief, in dem der Bergbund auf die Vorfälle in der Hauptversammlung vom 04.05.2018 reagiert. Seinen Bericht möchte ich gerne an dieser Stelle veröffentlichen, da er das Thema Sicherheit am Berg berührt:

Bei der Mitglieder-Versammlung des Bergbund Rosenheim wurden Mitglieder aufgrund ihrer Tätigkeit, Klettertouren von Heinz Grill instandzuhalten und zu pflegen, ausgegrenzt. Ihnen wurden das Rederecht und der Dialog verweigert. Ihre bis vor zwei Jahren noch hochgeschätzte Arbeit wurde plötzlich geschmäht und es wurde ihnen verweigert, den wahren Grund für ihren Ausschluss zu benennen, nämlich völlig irrationale Sektenanschuldigungen. Beim Vorstand besteht eine so große Angst vor Heinz Grill und einer „okkulten Unterwanderung“ des Vereins durch ihn, daß der Vorstand von irrationalen Ängsten getrieben alles unternimmt, ihn und seine Arbeit zu diskreditieren.

Hintergrund für das Geschehen muss in den Personen Axel Seegers, dem Sektenreferent der katholischen Kirche und Marianne Buchmann, einer Verfechterin der Ideologie der Fam. Bornschein gesehen werden. Beide arbeiten seit Jahren eng zusammen, um Heinz Grill zu verfolgen. Für ihre Ziele instrumentalisieren sie, wie auch beim Bergbund Rosenheim, besonders schwache Menschen.

Ich erwähne das nur, weil in der Vergangenheit bereits Klettertouren von Heinz Grill in Arco mutwillig beschädigt wurden, so dass sogar ein Bergführer abstürzte und sich schwer verletzte. Mit der Philosophie oder gar Spiritualität von Heinz Grill habe ich nichts am Hut. Aber wenn es so weit geht, dass Kletterer in seinen Touren zu Schaden kommen, weil Personen durch die aggressiven Hetzereien der Kirche und dieser ominösen Fam. Bornschein aufgestachelt, Haken in den Touren beschädigen oder abschrauben, dann empört mich das auf das Äußerste. Eine Warnung halte ich für dringend geboten.

Zivilcourage, die den vielen Mitgliedern des Bergbundes vom Vorstand attestiert wird, meint normalerweise den Mut des Einzelnen zum eigenen Urteil und das Eintreten für ethische Werte. Das Eintreten für diese Werte sah bei der Versammlung so aus, dass der Bergbund einzelne Mitglieder, die völlig friedlich ihre Sicherheitsbedenken ausdrücken und die Hintergründe benennen wollten, unterstützt durch eine klatschende Menge mit rhythmischen Raus, Raus, Raus – Rufen von der Polizei abführen ließ.

Wenn Zivilcourage vom Bergbund Rosenheim damit definiert wird, sich der grölenden Menge anzuschließen und einzelnen Mitgliedern das Rederecht zu beschneiden, dann hat das nach meinem Verständnis mit den traditionellen Werten beim Bergsteigen nichts mehr zu tun.

Der Vorstand des Bergbunds glaubt doch tatsächlich allen Ernstes, von dem Kletterer Heinz Grill „okkult unterwandert“ zu werden. Kurioserweise finden sich gerade im aktuellen Panorama-Heft zwei Artikel  (https://bit.ly/2kQfXtC) sowie (https://bit.ly/2ssKDVZ) über eben diesen Heinz Grill. Ich glaube nicht, dass irgendein ernstzunehmender Kletterer einen Bergbund benötigt, um ihn vor Heinz Grill zu schützen.

Bernd

Unbekannte Gefahren im Alpinsport!!!

Wissen Sie schon das Neueste?

Im Bergbund Rosenheim werden ordentliche Mitglieder von der Polizei abgeführt, wenn sie um ihr Wortrecht bitten.
So geschehen am Freitag Abend den 04.05.2018 zur Hauptversammlung in Rosenheim.

Pia Lukas hat es geschafft.

Sie konnte die Aufklärung verhindern und wurde wieder neu in den Vorstand gewählt. Durch die Reihen der alteingesessenen Mitglieder murmelte die Besorgnis. Es sind in der Versammlung Personen, die den Bergbund verhexen und okkult durchtränken.

Man stelle sich vor, was geschehen wäre, hätten diese Personen das Wortrecht erhalten.

Georg

Freiheit versus Sicherheit 2

Beim Lesen von älterer Alpinliteratur, muss ich feststellen, dass in den Kletteranfängen des 20. Jahrhunderts von gesichertem Klettern nicht gesprochen werden kann. Schaut man sich die alten Bilder z.B. auch von einem Emilio Comici an, so sieht man ihn darauf, wie er mit einem Hanfseil um den Bauch 30 Meter über dem letzten Haken (geschlagen und rostig) an schwierigstem Felsgelände klettert. Dabei macht er einen durchaus entspannten Eindruck.  Sicher könnte man einwenden, dass dies auch heute noch zu finden ist. Wie z.B. bei einem Alex Honnold, der gänzlich ohne Seil unterwegs ist und allerschwerste Touren bewältigt. Auf der „Spielwiese“ dieser Einzelgänger mischt sich eigentlich keine „Bergpolizei“ großartig ein. Selbst der DAV huldigt den Leistungen dieser Klettergrößen.

 

 

Heute sind derartige Kletteraktionen, wie sie aus der beschriebenen Zeit angegangen wurden kaum vorstellbar. In einem Interview aus der Süddeutschen Zeitung spricht Rudi Berger folgende Worte:

“ Ich habe das Klettern mit Hanfseilen angefangen. Man wusste von diesen Seilen, dass sie einen schweren Sturz nicht aushalten würden. Man hat sich also so verhalten, dass man möglichst nicht runterfällt. Heute ist das Risiko relativ gering, ich sage immer Jojo-Klettern dazu. Man kann eine Kletterstelle so lang probieren, bis man hochkommt. Inzwischen fällt man drei, vier Mal ins Seil, ohne dass man sich etwas dabei tut. Manchmal hat man den Eindruck, dass Bergsteigen ein Synonym für Sicherheit geworden ist mit einer perfekten Ausrüstung und der Möglichkeit sich mit dem Handy Hilfe zu holen. Ich würde mich freuen, wenn es wieder abenteuerlicher werden würde.“

Heißt abenteuerlicher dann auch weniger Sicherungen mit weiten Abständen? Ist das in unserer heutigen Zeit noch angebracht, wo wir doch andere Möglichkeiten haben? Wäre das nicht so, wie wenn wir auf den Anseilgurt im Auto verzichten, um es bei einem Unfall abenteuerlicher und unberechenbarer zu machen, ob wir den Unfall überleben werden? Wären wir wirklich bereit, auf Knautschzonen, Airbags und sonstigen Sicherheitseinrichtungen zu verzichten um des Abenteuer willens? Wie können die Begriffe Abenteuer, Freiheit und Sicherheit in einen möglichen Zusammenhang gebracht werden? Können diese Begriffe überhaupt in einem Zusammenhang gedacht werden?

Wie sieht es nun aber aus in den Gebieten, in denen die breitere Masse unterwegs ist? Wie sieht es aus in Touren, die vom Erstbegeher eingerichtet werden, wie bei den Klettertouren von Heinz Grill? Ist es nicht ein Unterschied, ob diese einzelnen Klettergrößen in voller Bewusstheit diese Risiken eingehen oder ob ein gelegentlich kletternder Familienvater in Touren einsteigt, die als sicher (also Plaisir) bezeichnet werden? Was bedeutet jetzt aber Plaisir hier? Gibt es eigentlich eine offizielle Definition davon? Wie verhält es sich im Gegensatz zu Touren mit alpinem Charakter und darf das in die gut besuchten Klettergebiete übertragen werden? Bewegen sich die Klettertouren von H. Grill hier irgendwo in der Mitte?

Mit welchen Ambitionen und Vorstellungen geht der Kletterer oder Bergsteiger heute in die Berge?

Bei der Beschäftigung mit dieser Frage bin ich auf ein kleines Büchlein von Heinz Grill mit dem ungewöhnlichen Titel „Alpinismus, die Eroberung des Unnützen“ gestoßen. Darin beschreibt er 5 Erlebensformen und die Werte beim Bergsteigen. Ich muss gestehen, beim Lesen desselben, rückten doch die Fragen nach dem Sicherheitsstandard etwas in den Hintergrund. Aber wie gesagt nur beim Lesen. Denn direkt am Berg, sind mir „sichere“ Verhältnisse schon wichtig, da wird es schnell existentiell.

Über zahlreiche Kommentare zu den verschiedenen Fragen lade ich herzlich ein.

Bernd